Meine Comics

Meine BücherBereits in meiner Kindheit verspürte ich den inneren Zwang, erlebtes zeichnen zu müssen. Waren es zu Beginn lediglich einfache Strichzeichnungen, entwickelten sich diese im laufe der Jahre zu einer parallelen Fantasiewelt. Es dauerte eine Weile, aber bereits in der Schule konnte ich den Unterrichtsinhalt – und wenn ich es so wollte – auch meine Lehrerin, die gerade von einem dreiköpfigen Drachen verspeist wurde, in bildhafter Sprache festhalten. Diese Eigenschaft führte wohl auch dazu, dass ich recht beliebt bei meinen Mitschülern war, und viele von ihnen es kaum abwarten konnten, bis endlich neue Geschichten in Comicform von mir verbreitet wurden.

Das ist nun alles lange her und aus meinem Hobby ist längst ein Beruf oder besser gesagt eine Berufung geworden. Da sich immer wieder junge Nachwuchszeichner an mich wenden um zu erfahren, wie sie es zu einem professionellen Comiczeichner schaffen können, dachte ich mir, die meiner Meinung nach wichtigsten Punkte einmal aufzuschreiben, wie ich an meine eigenen Comics herangehe.

Worauf es beim Comic ankommt

Zunächst ist wohl der beste und gleichzeitig auch beste Rat den ich weiter geben kann, dass man das Comiczeichnen wirklich lieben sollte. Es bringt keinem etwas, wenn man bei dem was man tut, nur zur Hälfte mit seinem Herzen dabei ist. Somit ruht vor jeder Idee, die ehrliche, innere Einstellung, von dem überzeugt zu sein, was man tut.

Wie fängt man mit einem Comic an?

Ein Patentrezept gibt es hierfür nicht. Ich jedenfalls laufe mit offenen Augen durch das Leben und schaue mir die Menschen an, mit denen ich im Alltag zu tun habe. Es sind genau jene Personen, die als gemalte Comicfigur am ehesten funktionieren. Meine erste Comicfigur, die in Serie ging, war eine sehr unfreundliche Dame, der ich, wenn ich es nicht verhindern konnte, fast täglich beim Bäcker über den Weg lief. So mache ich es noch heute. Ob die Personen dann in Form von Menschen oder Fabelwesen erscheinen, entscheidet die jeweilige Geschichte.

Einen Comic schreiben

Der Text ist kurz und die Aussage lang. Nach diesem Motto gehe ich ans Werk und versuche vor dem ersten Pinselstrich eine Handlungsskizze aufzuschreiben. Was Comics so besonders macht, ist, dass der Text lediglich das Bild unterstreicht. Ein guter Comicmaler versteht es folglich, seine Charaktere so wirken zu lassen, dass es kaum noch weiterer Worte bedarf. Dennoch steht für mich zu Beginn eine Geschichte und diese finde ich meistens genau dort, wo ich auch die Personen finde. Im wahren Leben.

Comic war die richtige Wahl

Mehr lässt sich nun kaum noch ergänzen. Ich glaube, wenn ich auf die letzten Jahre zurückblicke, dass es eine gute Entscheidung war, mich den Comics zu verschreiben. Comics leben von und durch das Leben und sind eine wunderbare Möglichkeit, das auszudrücken, wozu Worte nicht in der Lage zu sein scheinen.

Es Lebe der Comic

Genau aus diesem Grund kann ich nur jedem ans Herz legen, dass er einen Stift zur Hand nimmt und einfach beginnt, seine ersten eigenen Comics zu entwerfen. Manchmal dauert es, bis es einem gelingt, auszudrücken, was man möchte – doch wenn man es vollbracht hat, spielt es keine Rolle, ob sich der Comic verkaufen lässt oder nicht.

Author: Kiki

Ich male gerne schon seit vielen Jahren Comics. Hier auf meinem Blog werde ich regelmäßig meine Arbeiten vorstellen. Ich hoffe es gefällt euch!